Resonanz / Rückblick

Buchvorstellung am 24. Oktober 2008 im Forum Daun

Am 24. Oktober fand auf Einladung der Volkshochschule Daun die erste Buchvorstellung im Dauner Forum vor rund 250 interessierten Zuhörern statt, die in eindringlicher Stille den von Gerhard Becker (jun.) vorgetragenen Ausschnitten aus den Briefen seines Vaters lauschten. In einer kurzen Einleitung hob Tim Becker, Enkel des Briefeschreibers, vor allem das Moment der Hoffnung hervor, das in den Briefen elementar zum Ausdruck käme.
Nach dem bewegenden  Vortrag von Gerhard Becker (jun.)  fand Heinz Mengelkoch, pädagogischer Leiter der Volkshochschule Daun, einfühlsame Worte vor allem auch für das persönliche Leid der Adressatin der vorgestellten Briefe. Sie stehe stellvertretend für viele Frauen und Mütter jener Zeit.
Im Anschluss an die Veranstaltung nutzten viele Gäste die Möglichkeit für einen persönlichen Gedankenaustausch.


Gerhard Becker bei der Buchvorstellung im Forum Daun im Oktober 2008
(© Foto: Helmut Gassen)



(© Fotos: Helmut Gassen)


Tim Becker
(© Foto: Helmut Gassen)

"Fantastisches Zeitdokument" (Trierischer Volksfreund)

Seine Sehnsucht nach einem Ende des furchtbaren Krieges drückte der Soldat mit einem eindrucksvollen Satz aus, den er am 18. November 1944 von der Front in Polen schrieb: "Ich wünschte, auf einen Schlag wären alle Räder viereckig, dann müsste es doch ein Ende geben". Als der Vater Ende März 1945 in Tschechien fiel, war Gerhard junior - von dessen Geburt er nicht mehr unterrichtet werden konnte - 17 Tage alt.
Gerd Becker beschäftigte sich anderthalb Jahre fast ausschließlich mit den Briefen, die über Monate seine Gedanken beherrschen. [...]
"Meine beiden Schwestern und ich haben uns auch gefragt, ob wir die Briefe veröffentlichen sollen und waren der Meinung: Wir können und müssen es, weil sie ein so fantastisches, historisches Zeitdokument sind."

Gassen, Helmut: "Tiefer Blick ins Seelenleben", Trierischer Volksfreund, 248/2008 (23. Oktober 2008)



Buchvorstellung am 25. Oktober 2008 im Bürgerhaus Meisburg

Am 25. Oktober las Gerhard Becker junior im mit 160 Zuhörern bis auf den letzten Platz besetzten Bürgerhaus in Meisburg. Ortsbürgermeister Dieter Klein betonte in seinen Begrüßungsworten: "In der Gesamtheit ist das Buch ein historisches Dokument und eine Mahnung zum Frieden. Für uns als Gemeinde ist das Buch sehr wichtig, es reflektiert das, was im ländlichen Leben in dieser Zeit hier passiert ist und ist ein Schatz für die Meisburger Geschichte."


Geschwister (v.l.n.r.): Helga Kretschmer (geb. Becker),
Gerhard
Becker, Gisela Eich (geb. Becker)
(© Foto Helmut Gassen)


(© Fotos: Helmut Gassen)

"Ein Stück Zeitgeschichte" (Trierischer Volksfreund)

Was Gerhard Becker senior vor mehr als 60 Jahren an Briefen an seine Frau Margarete und seine Kinder mit der Feldpost aus dem Zweiten Weltkrieg schrieb, lag all die Jahre wohlbehütet als das Geheimnis seiner Frau unter Bettwäsche versteckt. Der Schmerz über den Tod ihres geliebten Mannes war so groß, das Margarete Becker all die Jahre nicht mit ihren drei Kindern darüber sprechen konnte. Erst wenige Jahre vor ihrem Tod im vergangenen Jahr offenbarte sie das Geheimnis um die 300 Briefe ihrem Sohn Gerhard.
Das Buch von Gerd Becker erzählt ein deutsches Soldatenschicksal voller Hoffnungen, Sehnsüchte, Freude und viel Leid, das im Gegensatz zu anderen Geschichten eine sehr persönliche Note hat. Die Briefe von Gerhard Becker senior an "seine geliebte Gretchen" und die Kinder beeindrucken durch aussagende Liebe, Sorge und Kummer um seine Familie in der Eifel
.

Gassen, Helmut: "Ein Stück Zeitgeschichte", Trierischer Volksfreund, 252/2008 (28. Oktober 2008)


Rundfunkbeitrag SWR4 am 27. Oktober 2008


SWR-Reporter Gernot Ludwig (rechts) im Gespräch mit Gerhard Becker
(© Foto: Gisela Becker)

Am 27. Oktober 2008 sendete SWR4-Rheinland-Pfalz einen Bericht über das Buch "Ich wünschte, auf einen Schlag wären alle Räder viereckig". In einem Interview mit dem SWR-Reporter Gernot Ludwig beschreibt Gerhard Becker die besondere Aussage des Buches, "... dass aus den Briefen hervorgeht, welche Ängste und Nöte mit so einem Krieg verbunden sind. Der Schmerz sowohl desjenigen, der an der Front ist als auch der Familienangehörigen zu Hause ist ja ein ständiger und sehr großer Schmerz, den man auch durchhalten muss. Man sollte daraus ableiten, wie schlimm es ist, in den Krieg gehen zu müssen. Es gibt da keine Sieger, es gibt nur Verlierer.“